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giovedì 26 aprile 2012

Erlebnisbericht Stammheim 2012 von Smily

Freiheit für Smily - inhaftiert in StuttgartAnfang Februar 2012 wurde der Stuttgarter Antifaschist und RASH Aktivist Smily verhaftet. Seitdem sitzt er in der JVA Stuttgart im Stadtteil Stammheim im Knast. Im Folgenden veröffentlichen wir einen von ihm verfassten Erlebnisbericht. Dieser wurde am 21.3. verfasst. Die späte Veröffentlichung ist auf die stringenten „Postkontrolle“ der JVA zurückzuführen. [solikreis]
Es war Mittwoch, der 8. Februar 2012 gegen 6:00 Uhr morgens, als das SEK zusammen mit den bekannten Staatsschützern Sitzler, Biel [Staatsanwalt] und Co. meine Wohnung stürmte. Mittels einer Ramme brach man unangekündigt die Tür auf, schrie lauthals „Polizei!“ und riss mich schon wenige Sekunden später von meinem Sofa in Unterwäsche auf den Boden, den sie mit ihren dreckig-nass triefenden Schuhen betreten hatten.
Einer der vermummten SEKler trug eine Art Kettenhemd, wie mir auffiel und aus nicht mehr als 20 cm Entfernung bellte mir ein Schäferhund ins Gesicht. So ließ man mich einige Sekunden fixiert liegen, bis ich dann aufstehen durfte und von Herrn Sitzler darüber belehrt wurde, dass gegen mich ein Haftbefehl vorliegt, weil ich angeblich Zeugen für die anstehende Verhandlung am 17.02.2012 bedroht haben soll.
„Schwachsinn!“ entgegne ich ihm, was mich nicht davor bewahren sollte ersteinmal in’s Revier Hahnemannstr. 1 abtransportiert zu werden, während der Herr Sitzler dann mein Zimmer komplett durchsuchte, ohne dass meine Mitbewohnerin S., der ich noch ansah wie schockiert sie über diesen morgendlichen „Besuch“ war, daran teilhaben durfte, so wie es eigentlich gesetzlich verordnet ist. Man hat sie aus dem Zimmer entfernt, damit Sitzler in Ruhe das Zimmer durchsuchen konnte. Nachdem ich ca. 3 Stunden auf einer Zelle in der Hahnemannstr. verbringen durfte, holte mich ein Beamter aus selbiger und brachte mich zu Sitzler, der mir erklärte, dass ich zuvor genannte Zeugen angeblich via Facebook bedroht haben soll und dass aus diesem Grund eine Verdunkelungsgefahr bzgl. der anstehenden Gerichtsverhandlung, auf welcher ich angeklagt bin, besteht, und ich nun dem Haftrichter vorgeführt werden müsse. Des Weiteren sagte er mir, dass er mein Mobiltelefon und meinen Computer zur weiteren Ermittlung vorerst beschlagnahmt hätte, wogegen ich sofort Widerspruch einlegte. Äußern wollte ich mich hierbei zu gar nichts. So wurde ich wieder auf die Zelle gebracht, um auf einen Termin beim Haftrichter zu warten.
Der Haftbefehl selbst wurde mir ausgehändigt, so dass ich ihn zum ersten Mal genau genauer studieren konnte. Diesem konnte ich entnehmen, dass ich angeblich Zeugen über Facebook in „unlauter Weise“ bedroht haben solle. Der dementsprechende Eintrag sei jedoch nicht mehr auffindbar (…). Ich erinnerte mich zurück wie von „Grauzone Rock n Roll“ auf Facebook der Eintrag erschien „ich würde gern sein Gesicht sehen, wenn auf einmal 50 Grauzonisten vor seiner Haustür stehen,“ der gegen mich gerichtet war. Eigentlich wurde ich also „in unlauter Weise“ per Facebook bedroht. Auf den Eintrag reagierte ich, indem ich schrieb dass ich gern darauf warten werde, und ob uns die „50 Grauzonisten“ dann auch anzeigen würden, wenn wir mit ihnen fertig sind. So wie die knapp 10 Grauzonisten im Juni 2011 am Palast der Republik in Stuttgart, Janko L., Thilo S. (früher aktiver Neonazi) und Co., die mich dort lauthals beleidigten und mich in „unlauter Weise“ versuchten anzugreifen und ich mich dagegen wehrte. Genau deswegen war ich ja für den 17.02.2012 auch angeklagt. Aussagen der Grauzonis bei der Polizei, wie z.B. dass ich in der Stuttgarter Antifa-Szene sei, sollten hierbei schon ausreichen um den Staatsschutz heranzuziehen, wie ich der Akte und dem Aktenzeichen der Anklageschrift zuvor schon entnehmen konnte.
Es profitierten natürlich auch beide gegnerischen Parteien davon meinem Engagement gegen Rechts mit staatlicher Repression entgegenzuwirken. Der eine Teil, weil er sich zu Unrecht kritisiert fühlt, weil man anprangert, dass ihre Lieblingsbands – oder auch sie selbst – Kontakte nach Rechts pflegen und man sich auf Grund dessen von ihnen und ihren Lieblingsbands distanzieren will und der andere Teil sperrt Links sowieso lieber vorerst auch mal schneller ein, während er auf dem rechten Auge permanent blind zu sein scheint, auch wenn die Beweislage manchmal sogar weniger als nur schwammig ist. So lässt man Neonazis, die Antifaschisten vorsätzlich mit dem Auto anfahren und dabei billigend in Kauf nehmen, sie lebensgefährlich zu verletzen, dann doch erst einmal laufen, statt sie in U-Haft nach Stammheim zu stecken, wie es mir dann im späteren Verlauf ergehen sollte und auch schon einigen Genossen von mir erging. So ging die Grauzone mal wieder Hand in Hand mit dem Staat gegen ihre Widersacher vor, wie es schon oft der Fall war.
Nach weiteren 4 Stunden auf der Zelle wurde ich dann erneut von einem Beamten abgeholt, der mich wieder zu Sitzler und 2 weiteren seiner Kollegen brachte, um den Weg zum Haftrichter anzutreten, der am 17.02. dann auch mein Urteil in erster Instanz entscheiden sollte. Sitzler fragte mich als erstes ob wir beide nun ein Problem hätten, worauf ich ihn fragte warum er denn morgens nicht einfach geklingelt hat, um mir die „frohe Botschaft“ des Haftbefehls zu verkünden. Er entgegnete mir nur plump, dass wir wohl beide wüssten, dass ich auch anders kann und er nicht wusste wie ich derzeit aufgelegt sei (…). Bei der Haftrichterin, die gerade erst ihr 2. Staatsexamen hinter sich gebracht zu haben schien, angelangt, traf auch schon mein Rechtsanwalt ein, den meine Mitbewohnerin S. zum Glück gleich nach meinem Abtransport kontaktiert hatte. Gegen den Vollzug des Haftbefehls legte mein Verteidiger vor Ort Widerspruch ein, der allerdings rasch von Richterin N. aufgrund der angeblich weiterhin bestehenden Verdunkelungsgefahr durch einen nicht auffindbaren Facebookeintrag abgelehnt wurde.
So ging die Reise weiter nach Stammheim, wo ich dann noch bis zur Verhandlung verweilen sollte. In Stammheim angekommen, wurde ich von Anfang an als extrem gewalttätig eingeschätzt, weshalb man mich gleich darüber belehrte dass man hier schon jeden „kleingekriegt“ hat und man mich, sollte ich aus der Reihe tanzen, in den „Bunker“ stecken werde. Ohne Tageslicht soll man die Zeit dort wohl in einer Papierunterhose verbringen, mit nichts außer dem eigens ausgelöstem Schall, der einen wahnsinnig macht (…) Alternativ unterbreitete man mir auch die Variante der Medikamenteneinnahme, „zur Beruhigung“. Die Anstalt hätte diesbezüglich wohl „alles zu bieten.“ Wie willenlos und fernab von jeder Realität dort sogar gerade erst 17-jährige aufgrund der Medikamente ihren Knastalltag über sich ergehen lassen, sollte ich dann später noch sehen (…). Die ersten 1 ½ Wochen bis zur Verhandlung bekam ich schon jede Menge Post, sogar aus dem Ausland, die ich allerdings erst nach meiner Wiederkehr vom Gericht erhalten sollte.
Vor Gericht versuchte Frau N. dann von Anfang an den ganzen Fall zu entpolitisieren, obwohl er von Seiten der Staatsanwaltschaft durch den Einsatz vom Staatsschutz doch komischerweise als offensichtlich extrem linkspolitisch eingestuft wurde. Nicht zuletzt hat der Prozess auch tatsächlich einen erwähnenswerten politischen Hintergrund, der zu meiner Entlastung beigetragen hätte und nicht so einseitig ist, wie es Staatsanwältin und Richterin später darstellen wollten, die auf der Verhandlung leider das letzte Wort haben sollten. Der Sachverhalt wurde unter starker Gewichtung der Zeugen, die gleichzeitig Geschädigte und Freunde der Grauzone (Schnittstelle von unpolitisch und Rechts) sind, in etwa so dargestellt, dass ich einfach mal so aus Spaß einen nach dem anderen aus der Gruppe niederstreckte, währendem wohl immer wieder versucht wurde auf mich „einzureden“ um mich so von meinem Vorhaben abzubringen, statt seine“ „Froinde“ einfach gegen den üblen „Rotfaschisten“ zu verteidigen. Richterin N. erschien das bei einem Studenten, der noch dazu auf Bewährung war als völlig logisch. Dass ich selbst eine Beule am Hinterkopf davon trug und ein Kommilitone vor Gericht bestätigen konnte, dass ich mich vor Ort gegen tätliche Angriffe gewehrt hatte, tat dabei nichts zur Sache. Ebensowenig wie die von mir vorgelegten Screenshots vom Facebookeintrag von „Grauzone Rock n Roll“ der belegte, dass eigentlich ich in „unlauterer Weise“ bedroht wurde und der von Thilo S. mit einem „gefällt mir“ untermalt wurde, um seine Sympathie gegenüber der Drohung und der eigentlich eher als problematisch einzustufenden Graustufe selbst kundzutun.
So wurde ich aufgrund dessen von Richterin N. zu 10 Monaten ohne Bewährung verurteilt und wurde wieder zurück nach Stammheim gebracht. Meine anwesenden Unterstützer, Freunde und Genossen (ca. 100 Leute) protestierten hart im Gerichtssaal, was mir viel Kraft für den weiteren Verlauf meines Knastkampfes gab. Ich habe von den Genossen seit dem Tag meiner Inhaftierung sehr viel Solidarität erfahren, die von Anfang an vor dem Knastgebäude laut protestierten, was ich hier drin auch immer mitbekam, manchmal über Dritte. Selbst während meines Abtransportes vom Gerichtsgebäude flogen noch Gegenstände gegen den Transportbus!
Mittlerweile bin ich 43 Tage Gefangener der deutschen Justiz und habe auch hier drin schon einige Schikanen erfahren müssen. So bekam ich z.B. die ganze letzte Woche keine Post, was sehr ungewöhnlich ist. Normalerweise erhalte ich mindestens 3, 4 Briefe pro Tag, manchmal auch 10. Besuchstermine sind derzeit auch keine eingetragen. Stattdessen sagte mir Ende der Woche ein Beamter, dass nun wohl ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet wurde, wegen einer angeblichen gefährlichen Körperverletzung auf einer vergangenen Demonstration in Leonberg. Die zuständigen Beamten seien schon da und ich könne mich sofort äußern (…) Für mich war schon klar, dass man hier versucht mir etwas unterzuschieben, um womöglich einen negativen Ausgang meiner anstehenden Haftprüfung zu provozieren, oder auch durch die vorausgegangene Weichkocherei an diverse Infos zu kommen. Ich lehnte ein Gespräch mit den Beamten selbstverständlich ab, lehn’ mich entspannt zurück und genieße den weiteren Verlauf dieser lächerlichen Show.
Brechen lasse ich mich jedenfalls nicht, denn schließlich sind das alles bekannte Spielchen, die sich ständig wiederholen und einfach zu offensichtlich sind.
So, let the struggle continue!
JVA Stuttgart Stammheim | 21.3.2012
Smily

giovedì 1 marzo 2012

Concierto Smirry libertad en la Eskuela Taller - Sabado 3 marzo 2012


CONCIERTO PUNK SMIRRY LIBERTAD 3 MARZO 2012 CSO ESKUELA TALLER CON:

FRACTURA DE EXKAFOYDES
ABORDAJE
EL BUENO, EL FEO, EL MALO Y EL OCTAVIO
ESKORGRUPO
a partir de las 19h. ESMIRRY LIBERTAD!!!!!

http://alkorconrebelde.org/

Concierto Smirry libertad en el COKO la kondenada - Sabado 10 marzo 2012


CONCIERTO SMIRRY LIBERTAD SABADO 10 DE MARZO 2012 EN EL COKO LA KONDENADA CON:

MEINHOF
BUSCANDO EN LA BASURA DE TUS RECUERDOS
STEN
REYERTA
ESMIRRY LIBERTAD!!!

http://cokolakondenada.blogspot.com/

Solidarität mit Smily – inhaftiert in Stuttgart-Stammheim


In Stuttgart sitzt seit mehreren Wochen der Antifaschist Smily im Knast. Am 18. Februar wurde er zu zehn Monaten hinter Gittern verurteilt. Dazu ein Text von der Webseite von RASH Stuttgart, dort gibt es auch Updates zur Situation von Smily.


Heute (18. Februar) wurde der Stutt­gar­ter An­ti­fa­schist Smily vom Amts­ge­richt zu 10 Mo­na­ten Knast ver­ur­teilt. Knapp 100 Men­schen zeig­ten sich mit ihm so­li­da­risch und be­ob­ach­te­ten den Pro­zess. Au­ßer­dem nah­men ei­ni­ge schon eine Stun­de vor Pro­zess­be­ginn an einer So­likund­ge­bung vor dem Ge­richt teil. Mit einem Groß­auf­ge­bot ver­such­te die Stutt­gar­ter Po­li­zei im Ge­richts­ge­bäu­de jede Art von Pro­test zu ver­hin­dern.

Vor­ge­wor­fen wur­den dem Ge­nos­sen, eine Grup­pe in der sich auch rechts­of­fe­ne Per­so­nen be­fan­den an­ge­grif­fen zu haben. Au­ßer­dem wurde eine Sach­be­schä­di­gung bei einem an­ti­ras­sis­ti­schen Kon­zert auf dem lei­der auch eine Grau­zo­nen­band an­we­send war, sowie ACAB und RASH Graf­fi­tis auf Bul­len­wä­gen an­ge­klagt.

Die Ver­hand­lung be­gann mit einer Ein­las­sung von Smily in der er auf die Pro­ble­ma­tik der sog. Grau­zo­ne, also dem vor­geb­lich un­po­li­ti­schen Teil der Skin­head­sze­ne, der aber tat­säch­lich nach rechts offen ist, ein­ging. Wei­ter schil­der­te er den Vor­fall in der Stutt­gar­ter In­nen­stadt, wo er aus einer grö­ße­ren Grup­pe auf­grund sei­nes po­li­ti­schen En­ga­ge­ments in der Skin­head­sze­ne an­ge­pö­belt wurde. Nach­dem er dar­auf­hin eine der Per­so­nen zur Rede stel­len woll­te, wurde von wei­te­ren aus der Grup­pe an­ge­grif­fen. Diese al­ler­dings be­haup­te­ten vor Ge­richt sie seien grund­los at­ta­ckiert und vier von ihnen von dem An­ge­klag­ten ver­letzt wor­den. An­geb­lich muss­ten sie sogar am­bu­lant be­han­delt wer­den, konn­ten dafür al­ler­dings kei­ner­lei At­tes­te vor­wei­sen. Das stör­te die Rich­te­rin aber ge­nau­so wenig wie zahl­rei­che Wi­der­sprü­che in den Aus­sa­gen zum Ab­lauf oder den Ur­sa­chen der Aus­ein­an­der­set­zung. Zwei der an­geb­li­chen Opfer er­klär­ten zu be­trun­ken ge­we­sen zu sein um sich an den Vor­fall zu er­in­nern. Ein wei­te­rer Zeuge be­stä­tig­te au­ßer­dem die Ver­si­on von Smily.

Die U-​Haft in der der An­ti­fa­schist seit an­dert­halb Wo­chen sitzt wurde mit auch mit zwei­fel­haf­ten Aus­sa­gen der an­geb­li­chen Opfer be­grün­det, die per Face­book be­droht wor­den sein woll­ten, dies aber nicht be­le­gen konn­ten. Einer er­dreis­te­te sich dar­über hin­aus sogar noch den Auf­ruf zur Pro­zess­be­ob­ach­tung als Be­dro­hung zu in­ter­pre­tie­ren.

Da­nach wurde die Sach­be­schä­di­gung auf dem ge­nann­ten Kon­zert ver­han­delt. Aus­lö­ser der Aus­ein­an­der­set­zung dort waren neben der An­we­sen­heit der Grau­zo­nen­band, dif­fa­mie­ren­de Flyer auf denen Smily selbst als rechts be­zeich­net wurde. Diese Flyer lagen bei dem Kon­zert am Ein­gang aus. Der An­ge­klag­te räum­te ein in die­sem Zu­sam­men­hang ein in Rage das Schlag­zeug be­sag­ter Band be­schä­digt und die Ver­an­stal­te­rin be­lei­digt zu haben.

Was die Be­schä­di­gung der Bul­len­wä­gen an­ging, so ver­such­ten Staats­an­wäl­tin und Rich­te­rin die Tat un­be­dingt dem An­ge­klag­ten nach­zu­wei­sen, ob­wohl eine an­de­re Per­son be­reits ein­ge­räumt hatte die Wägen be­sprüht zu haben. Letzt­lich wurde die­ser Vor­wurf aber fal­len­ge­las­sen.

Die Rich­te­rin blieb am Ende mit ihrem Ur­teil von 10 Mo­na­ten ohne Be­wäh­rung knapp unter der For­de­rung der Staats­an­walt­schaft von 14 Mo­na­ten.
Das ganze Ver­fah­ren war letzt­lich von dem Ver­such des Ge­richts ge­kenn­zeich­net die Ge­scheh­nis­se zu ent­po­li­ti­sie­ren. Wobei der po­li­ti­sche Cha­rak­ter u.a. über­deut­lich durch die Er­mitt­lun­gen der be­kann­ten Staats­schüt­zer Sitz­ler und Stadt­mül­ler, sowie dem auf Ver­fah­ren gegen Linke spe­zia­li­sier­ten Staats­an­walt Ste­fan Biehl zu­ta­ge trat. Auch der Ein­satz von min­des­tens 50 Bul­len am Ende des Pro­zes­ses sprach eine deut­lich Spra­che.

Die Rich­te­rin selbst zeig­te auch sehr deut­lich wie stüm­per­haft und ohne jeg­li­ches Wis­sen in dem Stutt­gar­ter Amts­ge­richt Ur­tei­le ge­fällt wer­den als sie auf die Aus­sa­ge des An­ge­klag­ten „Roter Fa­schist“ ge­nannt wor­den zu sein, frag­te ob er sich nicht selbst so be­zeich­nen würde. Dreist war eben­falls, dass aus dem Haft­grund der Ver­dunklungs­ge­fahr auf ein­mal eine an­geb­li­che Flucht­ge­fahr kon­stru­iert wurde, um den Be­trof­fe­nen wei­ter­hin in U-​Haft zu be­hal­ten.

Zei­gen wir uns so­li­da­risch mit dem An­ge­klag­ten! Lasst uns Smily wei­ter un­ter­stüt­zen, schreibt ihm und so­li­da­ri­siert euch mit ihm!

So­li­da­ri­tät ist eine Waffe!


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Ge­nos­si­nen und Ge­nos­sen, Mit­strei­ter und Freun­de!

,,Vie­len Dank für eure un­end­li­che So­li­da­ri­tät, den Pro­test im Ge­richts­saal und vor dem Ge­fäng­nis­ge­bäu­de!
Die Be­am­ten bei mir auf dem Stock­werk sind schon völ­lig ge­nervt dass sie jeden Tag min­des­tens 10 Brie­fe von mir lesen müs­sen, bevor sie mir diese über­ge­ben. Wei­ter so Freun­de! Das macht mir die Zeit hier er­träg­li­cher und gibt mir Kraft. Der Kampf geht wei­ter, drin­nen und drau­ßen! Knast­kampf ist Klas­sen­kampf! Frei­heit für alle po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen! Mit mir be­fin­den sich auch noch an­de­re an­ti­fa­schis­ti­sche Ge­nos­sen in Haft. Man hat uns weit auf ver­schie­de­ne Stock­wer­ke ver­teilt […] Ge­le­gent­li­che Kon­takt lässt sich aber nicht un­ter­bin­den und wir las­sen uns nicht aus­ein­an­der trei­ben!
Der Kampf gegen Rechts geht auch im Knast wei­ter, also lasst uns vor­an­schrei­ten und auch deren Fuß­volk zei­gen dass wir von deren To­le­ranz nach rechts nichts hal­ten. Wer nichts tut macht mit, und wir las­sen uns in un­se­rer po­li­ti­schen Ar­beit nicht blo­ckie­ren! Weder von Rechts, der Grau­zo­ne oder der Kon­ser­va­ti­ven, noch durch staat­li­che Re­pres­si­on, Ob­ser­va­ti­on und Ma­ni­pu­la­ti­on. Im Her­zen und im Geis­te bin ich bei euch und ihr bei mir.
So­li­da­ri­tät ist eine Waffe, die hier drin jeder spürt…
in die­sem Sinne,

ALER­TA, ALER­TA, AN­TI­FA­SCHIS­TA! ///

Lasst euch nicht un­ter­krie­gen, ich tu´s auch nicht!

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