mercoledì 9 maggio 2012

Nazi Outing – Ostfriesland/Friesland – Dat is een gauden Tass Tee to 8. Mai

Naziaufmarsch Rehmagen
Nazi Outing – Ostfriesland/Friesland – Dat is een gauden Tass Tee to 8. Mai (das ist eine schöne Bescherung zum 8. Mai)
Weite Landschaft, friedliebende Kühe und weit und breit keine Nazis, geschweige denn organisierte Strukturen. Ostfriesland-Friesland, ein wunderschöner Ort zum leben und Urlaub machen. Ein schönes Bild, das alltäglich und sich stetig wiederholend von diversen öffentlichen Institutionen produziert und reproduziert wird. Ein Bild, dass leider mit der Realität nicht viel gemeinsam hat. Zwar sind die Landschaften weit und die Kühe weitestgehend friedlich, doch mit den Nazis und ihren Strukturen verhält es sich hingegen anders... Beispielhaft hierfür ist der versuchte Angriff am 1.Mai 2011 auf die DGB Demonstration in Emden, welcher durch die Polizei verhindert werden konnte.  

Gewalttätige Übergriffe in der Emder Innenstadt auf MigrantInnen, Entglasung und Verunstaltung des Parteibüros der Grünen in Emden, Übergriffe in Aurich auf vermeintlich linksalternative Jugendliche, Brandanschläge auf Geschäfte von MigrantInnen in Wilhelmshaven, diverse Verteil-Aktionen von Nazipropaganda in Ostfriesland. Sowie diverse Partei/Organisationstreffen im gesamten Ost-/friesischen Raum. Während die Polizei, Bundesbehörden, Parteien, Medien und Presse sich zum Ziel gesetzt haben dieses bestehende gesellschaftliche Problem, durch Totschweigen zu lösen. Dem entgegen ist es erklärtes Ziel des folgenden Textes Neonazi aus der Region Ostfriesland-Friesland mit den jeweiligen Hintergrundinformationen darzustellen.


Pascal Bibus / Schortens
Pascal Bibus ist konstantes Mitglied der ostfriesischen Neonaziszene, er bewegte sich Anfang der 2000 im Umfeld der „Freien Jugend Ostfriesland“ sowie deren Nachfolgeorganisation „AG Wiking“. Während Bibus sich in der Öffentlichkeit mit seiner nationalsozialistischen Überzeugung eher bedeckt hält, generiert er sich in der Neonaziszene als eine der Führungsperson für den ostfriesischen Raum. Da Bibus durch die Organisation von Rechtsrockkonzerten über Kontakte in die international neonazistische Musikszene verfügt, verleiht im dies weitere Reputationen. Gerade für die von der neonazistischen Subkultur geprägte Szene in Ostfriesland nimmt Pascal Bibus eine integrative Funktion ein, auf den von ihm organisierten Festen und Konzerten wie z.B. dem „Ostara- Fest“ 2011 treffen altgediente Kameraden auf jüngere Mitglieder der ostfriesischen Naziszene und darüber hinaus. Weitere Informationen zu Pascal Bibus Aktivitäten während seines Aufenthaltes in Südwestdeutschland findet ihr unter diesem Link: http://aia.blogsport.de/images/CC.pdf


Nils Budig / Leer
Nils Budig ist seit mehreren Jahren innerhalb neonazistischer Strukturen aktiv. Er ist stets in leitenden Kaderfunktionen zu finden und ist hieraus resultierend als eine Führungsperson der neonazistischen Szene in Ostfriesland zu definieren. Seinen "Willen zur Macht" demonstrierte Budig erstmals in einem internen Machtkampf mit Jörg Geucken. Intensiv engagierte er sich für die vollkommene Isolation der „Autonomen Nationalisten Ostfriesland“, die er als „zu rot“ und „zu links“ diffamierte. Eine Argumentation, die die noch wenig gefestigte Ideologie „Autonomen Nationalisten Ostfriesland“ empfindlich traf und in ihrer Konsequenz eine Ausbreitung der Ideen und Ideale aus dem Querfrontler-Milieu, direkt im Kern unterminierte und somit auch unterband.
Mittlerweile akzeptiert das neonazistische Klientel in Ostfriesland nahezu geschlossen die Führungspostion Budigs.

Bereits frühzeitig begann Budig gemeinsam mit seiner ehemaligen Freundin Tanja Janssen, die zu diesem Zeitpunkt, unorganisierte Neonaziszene in Ostfriesland zu reorganisieren und ideologisch in seinem Sinne zu schulen.
Das ostfriesische Umfeld bot Budig dabei einen idealen Nährboden für seine Aktiviäten. Private Freundschaften mit Neonazis in Wiesmoor, sowie seine mittlerweile nicht mehr existente Beziehung mit Tanja Janssen. gaben Nils Budig diverse Möglichkeiten seine Postion innerhalb der Szene auszubauen. Seine zahlreichen Kontakte, maßgeblich nach Bremen und zur NPD, boten den ostfriesischen Neonazis zahlreiche neue Optionen. Die Beziehung zwischen Budig und seinen ostfriesischen KameradInnen, ist letztendlich eine Beziehung, die als win-win Situation für beide Seiten beschrieben werden kann.

Gemeinsam mit Nils Budig nahmen einige Neonazis aus Ostfriesland etwa an der Eröffnung eines NPD-Parteibüros in Bremerhaven teil. Parallel dazu war Budig regelmäßiger Gast auf Veranstaltungen der ostfriesischen NPD-Struktur, sowie auf unzähligen Demonstrationen in ganz Deutschland.

Sebastian Eilers / Wiesmoor
Sebastian Eilers war in seiner Jugend alles andere als ein Nazi – damals hatte er sogar Angst vor Nazis.
Wie aus dem Nichts trat er allerdings mit „Alt-Nazis“ wie z.B. Andre Mieners in Erscheinung, wodurch er Nils Budig und Pascal Bibus kennenlernte. Budig wurde ein guter Freund und Aktionspartner, Pascal Bibus wurde ebenfalls zum guten Freund und zu seinem Arbeitskollegen. Beide arbeiteten als Tätowierer in Pascal Bibus Keller in Schortens.. Sebastian Eilers identifiziert sich durch und durch mit dem Nationalsozialismus. Gerade die im NS immanente Gewalt gegen vermeintlich schwächere Menschen scheint auf Eilers eine starke Faszination auszuüben, dieser verleiht er nicht nur durch seine zur Schau getragene Gewaltbereitschaft sondern auch immer wieder durch Übergriffe Ausdruck.
Im Internet präsentiert sich Eilers mit Bildern von sich mit Pistolen aus dem 2.Weltkrieg und verabredet sich zum „abhitlern“(steht für abhängen). Neuerdings versucht sich Sebastian Eilers als Administrator der „Freien Kräfte Ostfriesland“ Homepage. Eilers kann neben Nils Budig und Pascal Bibus als Führungsperson in Ostfriesland betrachtet werden.

Horst Wagener / Westerstede
Horst Wagener kann als wahrer Saurier unter den aktiven NPD Mitgliedern in Deutschland bezeichnet werden. Inhaltlich positioniert Wagener sich nicht im „weichen“ Kurs wie der im Oldenburger Stadtrat sitzende NPD Kandidat Ulrich Eigenfeld, sondern vertritt dominierend radikalere Ansichten innerhalb der NPD. Als Inhaber einer Allianz Vertretung in Westerstede und Eigentümer diverser Immobilien, wie zum Beispiel einem „Puppengeschäft“, welches er mit seiner Frau Erika leitet, ist es um seine finanzielle Lage sehr gut bestellt.
Anders hingegen verhält es sich mit seiner Gesundheit, die Wageners Engagement in den letzten Jahren stark einschränkte und im Jahr 2011 als Begründung für seinen Rückzug herhalten musste.
Durch seine Immobilien bot Wagener schon vor Jahren jungen AktivistInnen aus dem Ammerland eine Plattform und zur Entfaltung ihrer politischen Ambitionen, begleitet von illustren Saufgelagen in Erinnerung an alte Zeiten. Er unterstütze maßgeblich die „Autonome Nationalisten Ammerland“, welche sich hauptsächlich durch körperliche Straftaten, aber auch z.B. durch Denkmalschändung auf einem jüdischen Friedhof einen Namen in der rechten Szene erarbeiteten. Als langjähriger Vorsitzender der NPD Ostfriesland-Friesland hatte Wagener lange Zeit das absolute „Sagen“ in Ostfriesland. Alles was in der Region gemacht, geplant oder beschlossen wurde musste mit ihm abgesprochen werden. Alle Neulinge wurden immer vor Aufnahme von ihm beäugt. Tatkräftige Unterstützung bekam er dabei immer von seinem ständigen Begleiter und Nachfolger Tammo Korth. Korth bekleidete zu Wageners Herrschaftszeit den Posten des Geschäftsführer der NPD Ostfriesland-Friesland.
Nach einem Unfall und einem dreiwöchigem Intermezzo mit einem Rollstuhl im Sommer 2011 zog sich Wagener letztendlich „offiziell“ zurück und veranstaltete Neuwahlen in der ostfriesischen Stadt Aurich. Bei diesen Neuwahlen war der Ausgang im Voraus schon klar: Tammo Korth wird der neue Vorstandsitzende.
Jedoch darf dieser Rückzug aus seinem Führungsamt keinesfalls mit einem allgemeinen Rückzug aus der NPD gleichgesetzt werden. Wagener partizipiert immer noch an internen Veranstaltungen, wie dem Weihnachtsfest der NPD Oldenburg. Auch seine Funktion als Sympathieträger für das bürgerliche Milieu wird Wagener in absehbarer Zeit nicht einbüßen.

Casjen Baumann / Visquard Krummhörn
Casjen Baumann, seines Zeichens Administrator der Internetpräsenz des „Aktionsbündnis Ostfriesland“, leitete diese in enger Kooperation mit dem Herausgeber des Neonazi-Fanzines „Final Destination“ Thomas Schmidt aus Aurich. Mehrfach versuchten beide eine Szene in der Region zu etablieren – ohne größeren Erfolg. Dennoch konnten über die Internetplattformen Personen wie Jahn Hahn, Wilko Cassens oder Alexander Dunkel mobilisiert und geworben werden – diese zeigten sich jedoch als unregelmäßige und unzuverlässige Teilnehmer. Frustriert konzentriert Baumann seinen Aktivismus aktuell auf das Plakatieren und verkleben von Aufklebern in der Region Krumhörn, Südbrookmerland und Aurich. Aus Frust und gesundheitlichen Problemen verschwand Baumann zeitweise aus der Öffentlichkeit. Im April 2011 wurde sogar die Website – nach Absprache mit Schmidt – deaktiviert, die zentrale Informationsplattform für ostfriesische Neonazis existierte folglich nicht weiter. Aktuell arbeitet Baumann mit Thomas Schmidt alleine. Durch seine unregelmäßige Teilnahme an Treffen der Szene leidet zudem der Kontakt zu regionalen und überregionalen NeonaziaktivistInnen. Ein weiterer Rückschlag war die Trennung von seiner bisherigen Freundin – sie wollte die neonazistische Einstellung Baumanns nicht länger akzeptieren und tolerieren. Neben Auftritten in Bad Nenndorf und auf dem „Nathz-Hof“ in Eschede, ist Baumann aktuell inaktiv, dennoch wird er – vermutlich gemeinsam mit Schmidt – neue Versuche zum Aufbau einer Neonaziszene in Ostfriesland unternehmen.

Christine und Stefan Remmers / Emden Das Ehepaar Remmers gilt in Emden als festes Standbein der Nazi-Szene. In Ihrer kleinen Wohnung in der Innenstadt treffen sich fast täglich Nazis aus Emden und Ostfriesland - jeglicher Couleur. Von hier aus werden Flyerverteil Aktion gestartet, es wird sich vor Demos im kleinen Kreise getroffen oder es wird Abends gemütlich bei Bier und Fleischbällchen zusammengesessen. Eine Dauergästin ist Maria Janssen, welche sich vor allem mit Christine Remmers besser versteht als mit Ihren Eltern und in der Familie Remmers als eine Art Ersatzfamilie sieht.

Maria Janssen / Emden
Maria Janssen oder auch „Mary J.“ ist eine in der Ideologie der Autonomen Nationalisten gefestigte Frau. Sie fährt regelmäßig auf verschiedene Demonstrationen und bringt sich aktiv in die politische Arbeit in den lokalen Neonazistrukuren ein. Da ihre Eltern ihre faschistoiden Einstellungen nicht teilen, geschweige denn akzeptieren ist ein hohes familiäres Konfliktpotenzial vorhanden, welches sich in dem „Auszug“ von Mary äußerte. Allerdings steht sie in einem sehr guten Kontakt zu Stefan und Christine Remmers. Mary hat ein sehr vertrautes Verhältnis, gerade zu Christine Remmers, die sich häufig treffen und austauschen. Aber auch die Beziehung zu Stefan Remmers ist als positiv zu bewerten. Durch gemeinsame, gerade auch private Aktivitäten ist für Mary J. die Familie Remmers zu einem Familienersatz geworden.

Michael „Löckchen“ / Emden
Dieser Zeitgenosse scheint gerne seine eigene Suppe und seine eigenen Met-Hörner zu kochen. Er steht auf nordische Ideologie, Waffen und Met. Lediglich bekannt als "Löckchen" agierte er vor allem im Hintergrund. Seine Aktivitäten beschränken sich dabei nicht nur auf den ostfriesischen Raum, auch bundesweit ist er meist alleine Unterwegs. Nordisch heidnische Traditionen und Bräuche finden in „Löckchens“ Garten Platz zur Entfaltung. Ideologisch ist er ein Vertreter des völkischen Nationalismus.

Jann Wilko Hahn Cassens / Aurich
Jahn Cassens kann auch als „Anhängsel“ von Eilers betitelt werden, da er nur zusammen mit Eilers in der Öffentlichkeit auftritt. Ihn reizen eher gemeinsame Saufgelage und das Fahnenschwenken im Wohnzimmer. Politische Aktionen in der Öffentlichkeit sind nicht seine Prämisse. Durch seinen Beruf als Koch hat Cassens als einer der wenigen ostfriesischen Neonazis ein geregeltes Leben. Cassens identifiziert sich stark mit Nazimusik, NS-Ideologie und seinem Auto. Hiermit fahren die guten Freunde – Eilers und er - gerne mit aufgedrehter „Sleipnir“ Platte durch die Gegend. Auch versuchten sich die Beiden in Sachen „Recherche“ zu engagieren. 2011 fuhren sie „mutig“, schnell an einer antifaschistischen Kundgebung in Oldenburg vorbei.

Jens Malte Hillers / Wilhelmshaven
Hillers Aktivität lässt sich an verschiedenen Aspekten messen. An der Seite von den AG Wiking Mitgliedern Jens Wagenlöhner und Peter Bartels erschien Hillers stets als Randfigur und Mitläufer. Sein Interesse beschränkt sich ausschließlich auf Aktionen, Konzerte, Demos.. Mit dem Verschwinden der AG Wiking, verschwand auch Jens Hillers und wart von da an nicht mehr gesehen. Erst Anfang 2011 tritt Hillers erneut, diesmal als Anhängsel von Christian Schneeweiß, in Erscheinung. Zusammen mit ein paar weiteren Wilhelmshavenern trieb sich das Duo nahezu jeden Abend zusammen in Wilhelmshaven rum und suchte „Feind-Kontakt“. Auf der Quittung dieser Aktionen standen diverse körperliche Auseinandersetzungen und Vandalismusdelikte die zu einigen Anzeigen führten. In dieser Zeit entwickelten sich gute Kontakte nach Emden und Oldenburg. Hillers und Schneeweiß umgaben sich mit den Jungnazis Robin Sudbrink, Erik Bruhn und Sven Alisch. Nach der Einweisung Schneeweißs in die Psychiatrie, steht Hillers weiterhin in Kontakt mit den genannten Oldenburgern.

Sascha Burmeister / Emden
Sascha Burmeister ist, im Vergleich zu Nils Budig, Tanja Janssen die sich als „Autonome Nationalisten“ definieren, ein „klassischer“ Neonazi. Erstmals trat Burmeister während eines Neonaziaufmarsches in Wilhelmshaven 2003 in Erscheinung. Erst Jahre später nahm Sascha Kontakt zum „Aktionsbündnis Ostfriesland“ auf und partizipierte letztendlich an dessen Strukturen. Privat pflegt er gute Kontakte zum den Emder Neonazis um Daniel Scholte, Andreas Jürgens und der Familie Christine und Stefan Remmers. Burmeister ist unregelmäßig auf Neonazi Demonstrationen und Kundgebungen anzutreffen wie etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“in Peine bzw. Braunschweig sowie auf einer Neonazi Kundgebung 2010 in Delmenhorst. Da Sascha Burmeister auch sonst ungern auf die Nähe von Menschen verzichten will, die sein menschenverachtendes Weltbild teilen besucht er Konzerte u.a. der Rechtsrockband „Kategorie C“ im Frühjahr 2011 in Bremen und andere Naziveranstaltungen.

Tammo Korth / Ammerland
Tammo Korth ist der politische Ziehsohn vom NPD-Saurier Horst Wagener aus Westerstede. Als Geschäftsführer der NPD Ostfriesland und seit Mitte 2011 auch als Vorsitzender scheint sich Korth langsam aber sicher an die Spitze der NPD Ostfriesland gearbeitet zu haben um den Platz von Wagener einzunehmen. Tammo Korth betreut die Homepage der NPD -Ostfriesland, lädt zu Treffen ein und organisiert Veranstaltung in internen Kreisen. In der Öffentlichkeit trat Korth bis jetzt nicht offensiv in Erscheinung und hält sich was seine Aktivitäten in der NPD betrifft recht bedeckt.

Tanja Janssen / Leer
Tanja Janssen ist/war temporär eine zentrale Person der neonazistischen Strukturen in Ostfriesland und befasste sich maßgeblich mit organisatorischen Aufgaben wie etwa der Kommunikation mit weiteren Neonazigruppen. Die mittlerweile 25-jährige Neonazistin suchte anfänglich den Kontakt zur, derzeitig nur noch marginal existierenden, Gruppe der „Autonomen Nationalisten Ostfriesland“. Diese positionierte sind in der Vergangenheit jedoch offen zu neonazistischen Querfrontbestrebungen unter dem Label des „Linksnationalismus“. In der Öffentlichkeit war Tanja stets an der Seite des Weener Nazi Jörg Geucken zusehen, der sich selbst im Internet als „Oita-Nazi“ (ausgesprochen: Euthanasie) tituliert.
Im Laufe ihrer Karriere in der Ostfriesischen Neonaziszene distanzierte sich Tanja mit dem Aufbau des „Aktionsbündnis Ostfriesland“ und ihrer Beziehung mit dem Neonazi Nils Budig aus Schwanewede von den Strukturen der „Autonomen Nationalisten Ostfriesland“. Auf diversen Demonstrationen sammelten sich Tanja und die sie umgebende Neonazigruppe hinter den Transparenten des Aktionsbündnis. So beteiligte sie sich unter anderem an neonazistischen Demonstrationen in Esens, Hildesheim, Berlin, Bad Nenndorf, Dresden oder im niedersächsischen Delmenhorst.
Tanjas politisches Interesse ist breit gefächert und umfasst sowohl neue Facetten und Fragmente wie „Tierrecht und Umweltschutz“ („Heimatschutz“), die dabei einer klaren faschistischen Leseart und Interpretation unterliegen, bis hin zu klassisch neonazistischen Thematiken, die solcher gedanklichen Spielereien erst gar nicht mehr bedürfen. Durch ihren Aktivismus konnte Tanja zahlreiche Kontakte regional und überregional gewinnen. Gemeinsam mit weiteren Neonazis aus Ostfriesland veranstaltete sie, unter anderem, regelmäßige Fahrten in das niedersächsische Wunstorf oder ins Ruhrgebiet.

Seit dem Frühjahr 2011 organisiert Tanja sich in den Strukturen der NPD Ostfriesland-Friesland und gründete mit anderen AktivistInnen sogar einen eigenen Unterbezirk: die NPD Leer, welche jedoch nie Öffentlich in Erscheinung trat.
Nach der Trennung mit ihrem Lebensgefährtin Nils Budig, mit dem sie zusammen einen gemeinsamen Haushalt führte, wurde es „vorerst“ ein wenig ruhiger um Tanja. Allerdings änderte sich dies Anfang des Jahres 2012 mit ihrer Teilnahme am Naziaufmarsch in Stolberg.

Alexander Dunkel / Leer
Alexander Dunkel organisierte sich relativ früh in der Neonaziszene Ostfrieslands. Der in Leer wohnhafte Neonazi besuchte zahlreiche Demonstrationen, meist mit seinen FreundInnen Jörg Geucken und Tanja Janssen. Hierbei fungierte Dunkel oft als Fahrer der Gruppe.
Auf Demonstrationen zeigte sich Dunkel meist aggressiv gegen Gegendemonstrant*Innen. Aktuell interessiert sich Dunkel jedoch mehr für Fußballspiele des SV Werder Bremen.

Andreas Jürgens / Emden
Der Emder Jürgens zeichnete sich nicht durch ein stetiges Engagement aus. Nach einer Köperverletzung und sich anschließendem Gerichtsprozess vor mehreren Jahren verabschiedete er sich vorerst aus dem Rampenlicht. Nach eigenen Angaben sei er Ausgestiegen und würde sich auf seine Arbeit und Party konzentrieren. Lange verschwand Jürgens also aus der Öffentlichkeit und agiert wenn überhaupt im Hintergrund. Mit dem Aufleben der Naziszene 2010-2011 lebte auch Jürgens Engagement neu auf und so begeisterte er seine Kameraden durch neue Tattoos und gewaltbereitem Auftreten u.a. in Peine. Mittlerweile ist er aufgrund interner Streitigkeiten wieder inaktiver geworden. Sein Versuch einen NPD-Unterbezirk Emden zu gründen schlug fehl.

Christian Schneeweiß / Wilhelmshaven
Schneeweiß erschien so plötzlich wie er verschwand. Ende 2010 zog der Stader Nazi nach einem dreijährigem Gefängnisaufenthalt, wegen gefährlicher Brandstiftung auf ein moslemisches Gebetshaus in Sittensen, nach Wilhelmshaven. Schneeweißs lebte sich hervorragend ein und es dauerte nicht lange, bis seine Neonazikarriere wieder fahrt aus nahm.
Schnell lernte Schneeweiß, der auf Facebook auch gern mal mit Axt und Triskele posierte, örtlich bekannte Nazis wie Jens Hillers oder Pascal Jodocy kennen und startet eine regelrechte Welle von Aktionen.
Nahezu jeden Abend trieb sich die kleine Gruppe in Wilhelmshaven und weiter entfernten Städten wie dem ostfriesischen Emden herum. Körperliche Auseinandersetzungen, Propaganda Aktionen und Gewalt gegen Gegenstände waren das Gebot der Stunde und wurden mit enormer destruktiver Energie ausgeführt. Da die Gruppe bei diversen Aktionen schließlich festgenommen wurde, ließen die Anzeigen nicht lange auf sich warten. Dies kümmerte jedoch Schneeweiß vorerst nicht. Er hatte seine Haftstrafe zu diesem Zeitpunkt komplett abgesessen und war nicht mehr auf Bewährung. Mit seiner enorm radikalen Einstellung machte sich Schneeweiß auch Feinde in den eigenen Reihen und wurde von verschiedenen Personen in Ostfriesland gemieden. Insbesondere Pascal Bibus nahm Schneeweiß dabei hart ins Gericht und mahnte diesen, dass ihn sein Verhalten direkt wieder in den Knast bringen würde und letztendlich der „gemeinsamen Sache“ alles andere als zuträglich sei.
Wie unzurechnungsfähig Schneeweiß wirklich ist, zeigte sich, als er am Nachmittag des 20 August 2011 völlig ausrastete und mehrmals aus dem offenen Fenster seiner Wohnung in die Luft schoss, verbunden mit der Drohung erst andere und dann sich selbst zu töten. Ein von AnwohnerInnen alarmiertes Polizeikommando konnte Schneeweiß letztendlich von diesen Vorhaben abbringen. Der suizidale Schneeweiß wurde daraufhin in die Obhut einer psychiatrischen Klinik übergeben. Mittlerweile sitzt Schneeweiß wegen Drogenhandels wieder im Gefängnis.

Thomas Schmidt / Aurich-Plaggenburg
Schmidt ist einer der interessantesten Neonazis in Ostfriesland. Durch seine langjährige Tätigkeit als Herausgeber des Fanzines „Final Destination“, von dem im Zeitraum 2001-2006 insgesamt 10 Ausgaben erschienen, gelang es Thomas Schmidt Deutschlandweit und auch International Kontakte in die neonazistische Musikszene zu knüpfen.
In seiner ostfriesischen Heimat entstanden beim gemeinsamen Fussballspiel mit Casjen Baumann und Danny Engelmann, eine Freundschaft zwischen gleichgesinnten die bis heute anhält. Schmidt ist in der ostfriesischen Neonaziszene bekannt und beliebt. Sein Ziel war seit Anfang an der Aufbau von Strukturen und rechten Organisationen. Mit der Gründung des „Aktionsbündnis Ostfriesland“ 2009 wurde dieses Vorhaben zusammen mit Casjen Baumann realisiert. Durch Veränderungen in Schmidts Privatleben, zog er sich vor ca. anderthalb Jahren aus den Aktivitäten des „Aktionsbündnis Ostfriesland“ weitestgehend zurück. Er bleibt dennoch eine wichtige Ansprechperson für die Neonazis die aktuell die Aktivitäten der Szene in Ostfriesland bestimmen.


Und wer nun denkt das sei alles, der wird nachfolgend auf eine Liste von erlesenen Namen des rechten Spektrums verwiesen, die wir nicht vergessen haben. Keine Angst wir kennen euch alle!

Daniel Scholte, Andreas Mieners, Chris Kähkels, Claus Figule, Jörg Geucken, Kathrin Remmers, Jens Heise, Martin Hohnefeld, Justin Bender, Michael Makohm, Nils Holgerson, Oliver Börjes, Peter Bartels, Ralf Buchwald, Thomas Hiebenga, Florian Meyer, Jens Ocken, Tim Pascal Jodocy, Keno Herden, Ramona Kraa, Lars Franke, Mario Wiehr, Jan Heiko Dirksen, Thomas Süßen, Wiebke Peters, Daniel Engelmann, Philipp Becker, Tanja Heise, Philipp Weibel, Maria Engelmann, Benjamin Osterloh, Ingo Henser, Mario Dirksen, Jens Wagenlöhner, Sascha Major, Sascha Habben, Alexander Eich, Sascha Tulke, Matthias Michels, Wilhelm Buck...

Haas het veer föt, Krei het man twee - morgen deit nich mehr weh (Der Hase hat vier Füße, die Krähe hat zwei - morgen tuts nicht mehr weh) - ostfriesische Weisheit

Infos und Fragen bitte an: ostfriesland.info@web.de

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